Fünf Jahre, ein Drittel weg — was ein gebrauchter Gladiator heute wirklich kostet

Fünf Jahre, ein Drittel weg — was ein gebrauchter Gladiator heute wirklich kostet
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Pavel Pavlov
Autor: Pavel Pavlov

Ein fünf Jahre alter Jeep Gladiator kann mehr als ein Drittel seines Preises verlieren — CarEdge, iSeeCars und reale Anzeigen erzählen leicht unterschiedliche Geschichten.

Niemand kauft einen Pickup, um fünf Jahre später dabei zuzusehen, wie ein Drittel des Preises verschwindet. Genau das passiert aber gerade dem Jeep Gladiator aus dem Modelljahr 2021 — die Zahlen bestätigen es, auch wenn der genaue Prozentsatz davon abhängt, wer rechnet.

Laut CarEdge verliert ein durchschnittlich ausgestatteter Gladiator 37 %: Bei einem Ausgangspreis von 46.890 US-Dollar liegt der Restwert nach fünf Jahren bei rund 29.578 US-Dollar. Das sind über 17.000 Dollar, die innerhalb eines halben Jahrzehnts verschwunden sind.

iSeeCars zeichnet ein milderes Bild — ein Rückgang um 32,3 % bei einem Werterhalt von 67,7 %. Es gibt allerdings einen Haken: Der Durchschnitt für die Klasse der mittelgroßen Pickups liegt bei derselben Quelle inzwischen ebenfalls bei genau 32,3 %, der Gladiator verliert also genauso schnell an Wert wie sein gesamtes Segment — nicht besser, nicht schlechter. Keine Katastrophe, aber auch kein Grund zum Stolz.

Reale Anzeigen zeichnen ein ähnliches Bild. Bei CarGurus stehen mehr als 4.700 Exemplare des Gladiator Baujahr 2021 zum Verkauf, der durchschnittliche Angebotspreis liegt bei 31.912 US-Dollar. Wichtiger Hinweis: Das sind Angebotspreise der Verkäufer, keine tatsächlich abgeschlossenen Verkaufssummen — beim Verhandeln kann die Zahl noch sinken.

Lohnt sich also ein fünf Jahre alter Gladiator? Ein großer Teil des Wertverlusts liegt bereits hinter ihm, und im Vergleich zum Neuwagen wirkt ein gebrauchtes Exemplar deutlich attraktiver. Als besonders liquides Modell sollte man ihn trotzdem nicht einstufen: Laut Quelle behalten der Toyota Tacoma und der Ford Ranger ihren Wert merklich besser. Vor dem Kauf lohnt sich daher nicht nur der Preisvergleich, sondern auch ein Blick auf die Wartungshistorie, den Zustand des Allradantriebs, des Dachs und der abnehmbaren Karosserieteile — genau die verraten, wie hart der Wagen tatsächlich gefahren wurde.

Jeep ruft unabhängig davon 11.980 Exemplare des Grand Wagoneer Baujahr 2026 wegen eines Risikos beim Ausfall der Assistenzsysteme zurück.

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