Jaguar hat den Type 01 erstmals in Bewegung gezeigt, beim Goodwood Festival of Speed 2026: Der getarnte Prototyp fuhr den berühmten, 1,87 km langen Goodwood Hillclimb hinauf – fast lautlos, umgeben vom Dröhnen Dutzender anderer Motoren. Für die Marke war das kein gewöhnlicher Testlauf. Es war der Versuch zu beweisen, dass der neue Elektro-GT mehr ist als umstrittene Renderings und Social-Media-Clips.
Die Reaktion fiel erneut hart aus. Die massive Silhouette und die ungewohnten Proportionen des Type 01 stoßen alteingesessenen Jaguar-Fans schon länger sauer auf, und die Stille der Elektromotoren beim Speed-Festival goss nur weiter Öl ins Feuer. Ein Kommentator schrieb: „Er sieht immer noch aus wie ein Kühlschrank.“ Ein anderer ging noch weiter und nannte den Wagen einen „Nachruf auf das Automobil.“
Technisch betrachtet baut Jaguar aber keinen dekorativen Showwagen. Der Type 01 basiert auf einer 800-Volt-Architektur und erhält drei Elektromotoren: einen vorn, zwei hinten. Die Systemleistung liegt bei mehr als 1000 PS und 1300 Nm Drehmoment. Der Sprint auf 100 km/h soll knapp über 3 Sekunden dauern, die Höchstgeschwindigkeit rund 250 km/h betragen. Das ist Porsche-Taycan-Turbo-GT- und AMG-GT-XX-Terrain – nur setzt Jaguar hier nicht auf gewohnte Sportlichkeit, sondern auf einen radikalen Bruch mit der eigenen Vergangenheit.
Die Serienversion wird im Herbst in New York gezeigt, die Produktion soll gegen Jahresende starten. Der erwartete Einstiegspreis liegt bei rund 130.000 US-Dollar.
Der Type 01 verkauft gerade weder Lautlosigkeit noch Beschleunigung. Er testet, ob Jaguar noch das Recht hat, dem eigenen Publikum unbequem zu sein – und das Internet antwortet ziemlich eindeutig: nein.