Das US-amerikanische Versicherungsinstitut für Straßenverkehrssicherheit IIHS hat die Ergebnisse der Crashtests für den Nissan Kicks 2026 veröffentlicht — und die Zahlen erzählen zwei völlig unterschiedliche Geschichten. Der Crossover erhielt die Bestnote „gut“ beim Small-Overlap-Frontaltest, beim aktualisierten Seitenaufpralltest, bei den Scheinwerfern, beim Fußgängerschutz und bei der Gurterinnerung. Dann kamen zwei Bewertungen „ausreichend“ — die zweitschlechteste Stufe der IIHS-Skala — und sie machten fast alles zunichte, was der Wagen sich zuvor erarbeitet hatte.
Der erste Stolperstein war der aktualisierte Frontalaufpralltest mit moderater Überdeckung, der inzwischen auch den Schutz des Fondpassagiers bewertet. Karosserie und Fahrerschutz erzielten Höchstwerte, daran gibt es nichts auszusetzen. Für den Fondpassagier stellte IIHS jedoch eine erhöhte Belastung des Brustkorbs fest. Zusätzlich rutschte der Beckengurt nach oben, was die Bewertung des Rückhaltesystems drückte. Das Ergebnis gilt für Fahrzeuge des Modelljahrs 2026, die vor Juli 2026 gebaut wurden.
Es kam noch schlimmer. Auch das serienmäßige System zur Vermeidung von Frontalkollisionen fiel schwach aus. Gegenüber einem Pkw-Ziel vermied der Kicks bei jedem Durchlauf bis 69 km/h einen Zusammenstoß — keine Beanstandungen. Gegenüber einem Motorrad-Ziel versagte er vollständig. Schon im ersten Testlauf bei rund 50 km/h bremste das System überhaupt nicht ab. Die übrigen Szenarien mit dem zweirädrigen Ziel wurden danach gar nicht mehr durchgeführt — es hätte keinen Sinn mehr ergeben.
Das Ergebnis war absehbar: Der Kicks erfüllt die Anforderungen für die Auszeichnung Top Safety Pick 2026 nicht. Dafür sind mindestens gute Bewertungen in den zentralen Crashtests nötig — und hier haperte es gleich in zwei Disziplinen.
In den USA wird der Nissan Kicks mit Front- oder Allradantrieb angeboten und kostet ab 22.730 US-Dollar ohne Überführungskosten. Alle Versionen sind mit einem 2,0-Liter-Saugmotor mit 141 PS und einem CVT-Getriebe ausgestattet.