Mazda hat sein Pulver verschossen — und voll ins Schwarze getroffen. Der vollelektrische CX-6e ist noch gar nicht in den europäischen Showrooms angekommen, da sprengen die Vorbestellungen aus Deutschland bereits jede Prognose. Das Spannendste daran: Die Käufer greifen nicht zur günstigsten Version. Sondern zur teuersten.
An der Spitze der Vorbestellungen steht die Topversion Takumi Plus – gewählt von 47% der Kunden. Für 52.990 € (volle 3.000 € mehr als der Takumi-Einstieg für 49.990 €) gibt es digitale Außenspiegel, einen digitalen Innenspiegel, 21-Zoll-Leichtmetallfelgen im Diamantschliff-Design und eine zweifarbige Maztex-Sitzbespannung in Amethyst und Weiß. Was eigentlich als seltenes Upgrade für Enthusiasten gedacht war, wird zur Wahl der Mehrheit.
Und dann ist da noch die Farbe. Das neue Nightfall Violet – ein schillerndes Violett-Metallic, das im Halbschatten fast ins Schwarz kippt – wurde von mehr als der Hälfte aller CX-6e-Käufer geordert, bei Takumi Plus sogar von fast 80%. Und das bei einem Aufpreis von 1.190 €. Insgesamt bietet Mazda sieben Außenfarben, alle mit glänzendem schwarzem Dach und schwarzen Säulen. Aber Violett gewinnt haushoch.
Unter der eleganten Haut arbeitet ein einzelner Elektromotor mit 258 PS an der Hinterachse, gespeist von einer LFP-Batterie mit 78 kWh. Die WLTP-Reichweite liegt bei bis zu 484 km im Takumi und 468 km im Takumi Plus – die großen Räder fordern ihren Tribut. Schnellladen von 10 auf 80% dauert 24 Minuten an einer 195-kW-DC-Säule, die Anhängelast beträgt bis zu 1.500 kg.
In einem Segment, in dem alle über Reichweite streiten, hat Mazda woanders gesetzt – auf Design, Ausstattung und eine Farbe, die man von der anderen Straßenseite erkennt. Und die Bestelleingänge geben dem Konzern recht.