Dieser orange Widebody-Urus aus Japan ist Lamborghini in seiner lautesten Form

Dieser orange Widebody-Urus aus Japan ist Lamborghini in seiner lautesten Form
Liberty Walk
Vlad Komarov
Autor: Vlad Komarov

Japans krassester Tuner verpasst dem Urus Widebody-Kit, knallorange Lackierung und Carbon. Mit einem Serien-Lambo verwechselt das niemand mehr.

Das japanische Atelier Liberty Walk hat einen neuen Urus enthüllt — und dieses Auto sieht aus wie ein Magazincover, das sich selbst gebaut hat. Seit 2022 arbeitet das Atelier am Super-SUV von Lamborghini, aber dieses Exemplar fällt sogar im eigenen Katalog auf. Einfach vorbeigehen geht hier nicht.

Die Hauptwaffe ist der Widebody-Bausatz. Verbreiterte Kotflügel. Ein massiver Frontsplitter. Neue Seitenschweller. Eine andere Motorhaube. Ein „Ducktail“ auf der Heckklappe, ein zusätzlicher Flügel auf dem Dach, ein überarbeiteter Heckstoßfänger und ein neuer Diffusor. Aggressivität hatte der Urus nie zu wenig — Liberty Walk scheint testen zu wollen, wie viel optischen Druck dieses Auto verträgt.

Dieser konkrete Wagen ist in leuchtendem Orange lackiert oder foliert, ergänzt durch schwarze Kontrastelemente und Liberty-Walk-Dekors. Die Räder sind nicht serienmäßig, die Bremssättel bleiben schwarz, und die Karosserie sitzt deutlich tiefer als ab Werk. Der Tuner hat offensichtlich nicht nur die Karosserie angefasst — auch das Fahrwerk wurde überarbeitet. Letzter Schliff: neue Endrohre.

Lamborghini Urus von Liberty Walk
Liberty Walk

Den Innenraum lässt Liberty Walk meist in Ruhe, und nach den Fotos zu urteilen, ist dieser Urus keine Ausnahme. Durch die Scheiben sieht man Rechtslenkung und ein dunkles Interieur; vielleicht stecken drinnen ein paar orangene Akzente, doch die eigentliche Arbeit blieb außen. Hier geht es nicht um Komfort oder Technik. Es geht um die optische Wucht.

Wenn sich keine andere Werkstatt eingemischt hat, sitzt unter der Carbon-Haube weiter der serienmäßige 4,0-Liter-V8 mit zwei Turbos. Der Vor-Facelift-Urus leistete 650 PS, die Versionen S und Performante hoben die Latte auf 666 PS, und der Plug-in-Hybrid Urus SE liefert inzwischen ganze 800 PS. Die Reserven unter der Haube sind so üppig, dass jeder Eingriff am Motor schon wie Übertreibung wirkt.

Liberty Walk gibt nicht vor, das Engineering neu zu erfinden. Der normale Urus ist längst ein Symbol für „schnellen Luxus“, und die Japaner machen daraus ein Auto für jene, denen selbst der serienmäßige Lamborghini zu zurückhaltend ist — Leute, die ein rollendes Plakat wollen, das beim ersten Blick zuschlägt.

Ist der Urus jetzt feiner oder edler geworden? Nein. Aber Liberty Walk hat das Wesentliche von Widebody-Tuning getroffen — man würde diesen Wagen nicht einmal aus der Ferne mit einem Serienmodell verwechseln.

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