Mitsubishi bringt den Pajero zurück, und die ersten Umrisse des künftigen Geländewagens sind bereits in australischen Dokumenten aufgetaucht. Die Pause dauerte fast fünf Jahre — und jetzt ist der Konzern bereit, diesen Namen wieder auf eine Heckklappe zu schrauben. Laut Drive hat die lokale Zulassung vorab begonnen, obwohl die offizielle Premiere erst zwischen September und November 2026 erwartet wird.
Die Unterlagen nennen vier Versionen: GLX, GLS, Exceed und GSR. Eine vertraute Struktur — genauso sind der bisherige Pajero Sport und die aktuelle Triton-Reihe aufgebaut. Der GSR dürfte das Topmodell werden, mit dem geschwärzten Dekor, das man schon vom plattformgleichen Pickup und vom auslaufenden Pajero Sport kennt.
Doch nicht die Versionen sind die eigentliche Geschichte. Das Konzept ist es. Der neue Pajero kehrt auf der Leiterrahmen-Plattform des Mitsubishi Triton zurück, und das sagt viel über den Charakter dieses Autos. Die Pickup-Verwandtschaft ist offensichtlich, doch Mitsubishi verspricht weit mehr als nur eine geschlossene Karosserie auf einem fertigen Chassis: Der Pajero bekommt einen eigenen Innenraum, eine eigene Vorder- und Hinterachsabstimmung.
Der Konzern positioniert die Neuheit als Flaggschiff-Geländewagen — mit ernsthaften Offroad-Fähigkeiten und einem komfortableren Fahrverhalten als der Triton. Produziert wird in Thailand, im selben Werk, in dem auch der Pickup vom Band läuft. Für Australien ist der Verkaufsstart bis Ende Dezember 2026 geplant — sofern der Zeitplan hält.
Technische Daten wurden offiziell noch nicht veröffentlicht. Erwartet wird jedoch ein 2,4-Liter-Vierzylinder-Biturbo-Diesel. Im Triton leistet dieser Motor 150 kW, also 204 PS, und 470 Nm. Für einen Leiterrahmen-Familien-SUV ist das kein Rekord, aber darum geht es hier auch nicht. Es geht um Drehmoment, Haltbarkeit und die Fähigkeit, dort weiterzuarbeiten, wo der Asphalt aufhört.
Auf dem Markt muss der Pajero gegen Toyota Land Cruiser Prado, Ford Everest, Isuzu MU-X und andere Leiterrahmen-SUV antreten. Mitsubishi hat einen starken Namen auf seiner Seite — aber Nostalgie allein verkauft kein Auto. Die Käufer werden auf Komfort, Dämmung, Verbrauch und Ausstattung schauen. Und darauf, wie sehr sich der Pajero tatsächlich vom Triton unterscheidet — und nicht nur ein anderes Emblem trägt.
Die Rückkehr des Pajero ist keine Retro-Geste. Es ist Mitsubishis Versuch, einen Platz in einem Segment zurückzuerobern, in dem der Kunde immer noch an einen Rahmen glaubt, an einen Diesel und an einen lauten Namen auf der Heckklappe.