Ford verlangt ein zweites teures Paket, bevor man das günstige überhaupt bestellen darf

Ford verlangt ein zweites teures Paket, bevor man das günstige überhaupt bestellen darf
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Dmitry Yakin
Autor: Dmitry Yakin

Das FX4-Paket für 800 Dollar bringt Geländereifen, Unterbodenschutz und stärkere Kühlung zum Ford Maverick XLT — Pflicht ist aber ein zweites Paket für 1.890 Dollar.

Für den Ford Maverick 2026 gibt es einen vergleichsweise günstigen Weg zum Feldweg-tauglichen Auto, ganz ohne Umstieg auf den vollausgestatteten Tremor. Das FX4-Off-Road-Paket kostet 800 Dollar — und es sind keine Aufkleber, die man da bekommt: Fahrwerk, Reifen, Unterbodenschutz und Kühlsystem ändern sich.

Die tatsächliche Aufpreissumme liegt allerdings höher, als die 800 Dollar vermuten lassen. FX4 ist ausschließlich für den Maverick XLT erhältlich. Enthalten sind Geländereifen, ein verstärktes Fahrwerk, Unterbodenschutz, freiliegende vordere Abschleppösen, die Bergabfahrhilfe Hill Descent Control sowie ein eigener Off-Road-Modus. Ford verbaut außerdem einen leistungsstärkeren Lüfter und einen größer dimensionierten Kühler — nützlich bei anhaltender Belastung im niedrigen Tempobereich.

Es gibt noch eine weniger offensichtliche Bedingung. FX4 selbst kostet 800 Dollar, doch für die Bestellung ist das XLT Luxury Package für 1.890 Dollar zwingend erforderlich. Damit summieren sich die Pflichtpakete bereits auf 2.690 Dollar — noch bevor überhaupt weitere Extras hinzukommen. Jalopnik weist zudem darauf hin, dass sich FX4 nicht mit dem Black Appearance Package kombinieren lässt.

Der Maverick XLT selbst startet in den USA aktuell bei 29.645 Dollar, ohne Überführung und Steuern. Rechnet man die für FX4 zwingenden Pakete hinzu, nähert sich die kalkulierte Mindestsumme 32.335 Dollar — und das noch vor allen weiteren Optionen. Zum Tremor-Pendant macht FX4 den Maverick damit trotzdem nicht. Der Tremor kostet ab 41.140 Dollar und bietet eine auf 9,1 Zoll erhöhte Bodenfreiheit, ein deutlich ernsthafteres Geländefahrwerk, eine elektronische Hinterachssperre, Trail Control mit Ein-Pedal-Bedienung sowie ein anderes Allradsystem.

FX4 besetzt damit eine ziemlich klare Nische: Unterbodenschutz, gute Reifen und robustere Kühlung sind für alle interessant, die regelmäßig abseits befestigter Straßen unterwegs sind, aber nicht für die Fähigkeiten des Tremor bezahlen wollen. Für schweres Gelände ist die Ersparnis jedoch schnell aufgebraucht — eine Sperre und zusätzliche Bodenfreiheit bietet FX4 trotzdem nicht.

Zuvor hatte Tarantas.news berichtet, dass die Zuverlässigkeitswerte des Nissan Frontier zwischen 2024 und 2025 um 21 von 100 Punkten gefallen sind. Ein ähnliches Bild zeigt sich beim Ford Maverick: 80 Punkte im Modelljahr 2023 gegenüber 62 im Jahr 2025.

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