VW macht aus einer Crossover-Plattform einen Pickup, und die Hinterachse verrät alles

VW macht aus einer Crossover-Plattform einen Pickup, und die Hinterachse verrät alles
A. Krivonosov
Dmitry Yakin
Autor: Dmitry Yakin

Volkswagen hat den Tukan enthüllt, einen in Brasilien gebauten kompakten Pickup auf MQB-Basis mit Starrachse und Blattfedern, der gegen Fiat Strada und Chevrolet Montana antritt.

Volkswagen hat endlich den Serien-Tukan gezeigt — und das ist kein gewöhnlicher Crossover mit angeschraubter Ladefläche. Es handelt sich um einen neuen kompakten selbsttragenden Pickup, komplett in Brasilien für die südamerikanischen Märkte entwickelt. Das Modell kommt in zwei Karosserieversionen: als zweitürige Einzelkabine mit verlängerter Ladefläche und als viertürige Version mit vollwertiger zweiter Sitzreihe.

Die wichtigsten Konkurrenten werden vor allem der Fiat Strada und der Chevrolet Montana sein — nicht der größere Ford Maverick, wie man vermuten könnte. Der Tukan ist Volkswagens erster Pickup auf der MQB-Architektur. Doch hier kommt der Clou: Statt die übliche Fahrwerksabstimmung der Crossover-Geschwister zu übernehmen, verbaute VW hinten eine Starrachse mit Blattfedern. Der Hersteller begründet das mit der Notwendigkeit, Nutzlast und Belastbarkeit zu steigern.

Genaue Karosseriemaße und die zulässige Zuladung hat Volkswagen noch nicht verraten. Optisch unterscheiden sich die beiden Varianten aber deutlich. Der Arbeitspickup Tukan Robust mit Einzelkabine bekommt unlackierte Stoßfänger, während der viertürige Extreme deutlich hochwertiger auftritt: durchgehende LED-Beleuchtung, dunkle Leichtmetallräder, ein Sportbügel hinter der Kabine und der markentypische gelbe Farbton Amarelo Canario.

Ein weiteres wichtiges Detail ist die Elektrifizierung. Volkswagen bezeichnet den Tukan offiziell als erstes elektrifiziertes Fahrzeug seiner brasilianischen Eigenentwicklung. Bei dieser Version sollen 76 Prozent der Komponenten lokal gefertigt werden, bei der herkömmlichen Total-Flex-Version bis zu 85 Prozent.

Die Rede ist von einem 1,5-Liter-TSI mit 48-Volt-Mildhybridsystem, allerdings mit einer wichtigen Einschränkung: Volkswagen hat weder Leistung noch Hubraum noch den genauen Hybridaufbau des Tukan offiziell veröffentlicht. Werte wie 150 PS und 250 Nm sind deshalb noch keine offiziellen Spezifikationen des Serienmodells. Gebaut wird der Tukan im Werk São José dos Pinhais im Bundesstaat Paraná.

Frühere VW-Aussagen deuteten auf einen Produktionsstart 2027 hin, neueres Material des Unternehmens spricht inzwischen bereits von einem Fertigungsbeginn 2026. Ein genaues Verkaufsdatum wurde noch nicht genannt; der Pickup soll in der ersten Jahreshälfte 2027 bei südamerikanischen Händlern stehen.

Zuvor hatte Tarantas.news berichtet, dass auf der Chengdu Motor Show 2026 der Volkswagen ID.UNYX 07 vorgestellt wurde — ein chinesischer Elektro-Liftback mit 558 Kilometern Reichweite. In China kostet er ab 129.900 Yuan, umgerechnet rund 18.000 US-Dollar.

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