Dieser 12.999-Dollar-Camper macht die Kabine zum Teil des Schlafzimmers

Dieser 12.999-Dollar-Camper macht die Kabine zum Teil des Schlafzimmers
Dirtbox
Dmitry Yakin
Autor: Dmitry Yakin

Ein 12.999-Dollar-Camper öffnet das Midgate von Silverado EV und Sierra EV zu 3,35 Metern Wohnraum — nur das Gewicht verrät der Hersteller nicht.

Niemand hat erwartet, dass ein Pickup-Umbau sich irgendwann auch das Führerhaus einverleibt. Genau das hat Dirtbox jetzt getan: Der EV Pass-Through Canopy Camper für den Chevrolet Silverado EV und den GMC Sierra EV kostet 12.999 Dollar und verwandelt bei geöffnetem Midgate den unteren Bereich in fast 3,35 m durchgehenden Raum. Die obere Ebene bleibt dabei ein eigenes Schlafabteil.

Entscheidend ist das Midgate. Beim Silverado EV lässt sich diese werkseitige Trennwand zwischen Kabine und Ladefläche öffnen und verlängert die nutzbare Länge in einer der Werkskonfigurationen auf 3,30 m — die Funktion selbst ist nicht neu. Neu ist, dass Dirtbox den Camper genau darum herum gebaut hat: Fahrer bekommen ein unteres Schlafabteil, eine Arbeitsfläche oder Stauraum, ohne das obere Bett jeden Abend abbauen zu müssen. Fast ärgerlich logisch.

Das Modul selbst sitzt auf einem Aluminiumrahmen und bringt eine Matratze mit Memory-Foam, ein gedämmtes Dach, Belüftung, LED-Beleuchtung sowie USB-A-, USB-C- und 12-Volt-Anschlüsse auf beiden Ebenen mit. Die Montage kommt ohne Bohren in der Ladefläche aus — der Hersteller empfiehlt trotzdem eine professionelle Installation, denn beim Zusammenspiel mit Midgate und Innendurchgang sollte man nicht sparen.

Camper auf Basis des GMC Sierra EV
Dirtbox

Der Wandel zeigt sich gut daran, wofür das Midgate ursprünglich gedacht war. Früher diente es vor allem dem Transport von Langgut. Jetzt nutzt ein Drittanbieter genau diese Öffnung, um Kabine, Ladefläche und zwei bewohnbare Ebenen zu einer Einheit zu verschmelzen. Und Dirtbox hat den unteren Bereich auch nicht mit fest verbauten Möbeln vollgestellt: Stattdessen passen dort Ausrüstung, Fahrräder, eine Kühlbox oder Werkzeug hinein — wie in einem ganz normalen Pickup.

Eine Frage bleibt allerdings offen. Dirtbox spricht stolz von der leichten Aluminiumkonstruktion — sagt aber kein Wort dazu, wie viel das fertige Modul tatsächlich wiegt. Bei einem Elektro-Pickup ist das kein Nebenschauplatz: Jedes zusätzliche Kilogramm geht von der Nutzlast ab und potenziell auch von der Reichweite. Für künftige Besitzer eines Silverado EV oder Sierra EV zählt also nicht die Anzahl der USB-Anschlüsse, sondern eine ehrliche Gewichtsangabe für den Camper — inklusive Montage und Reiseausstattung.

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