Niemand hat mit einer Handschaltung im NISMO gerechnet, und trotzdem kostet sie keinen Aufpreis

Niemand hat mit einer Handschaltung im NISMO gerechnet, und trotzdem kostet sie keinen Aufpreis
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Pavel Pavlov
Autor: Pavel Pavlov

Nissan hat in Japan den überarbeiteten Fairlady Z auf den Markt gebracht, und die NISMO-Version tauscht ihr reines Automatik-Dasein endlich gegen ein echtes 6-Gang-Schaltgetriebe.

Nissan hat am 27. August in Japan den Verkauf des überarbeiteten Fairlady Z gestartet, und die eigentliche Neuigkeit hat mit dem Stoßfänger nichts zu tun. Die NISMO-Version, die bislang ausschließlich mit einem 9-Gang-Automaten zu haben war, bekommt endlich eine echte Alternative: ein kurz übersetztes 6-Gang-Schaltgetriebe. Beide Varianten kosten exakt gleich viel — 9.752.600 Yen. Die vorgeschriebene Sonderlackierung kostet mindestens weitere 49.500 Yen extra.

Günstiger wurde das Auto dadurch trotzdem nicht. Vor dem Update wies der offizielle japanische Konfigurator für den NISMO einen Grundpreis von 9.302.700 Yen aus. Die Differenz beträgt 449.900 Yen, etwa 4,8 %. Auch der normale Fairlady Z wurde teurer: Der Einstiegspreis stieg von 5.497.800 auf 5.737.600 Yen. Das sind reine Japan-Preise, ohne Transport, Zölle oder sonstige Kosten bei einem Import in ein anderes Land.

Nissan hat dem NISMO nicht einfach das Getriebe der Standardversion eingebaut. Beim 6MT wurde der Schaltweg verkürzt, zusätzlich wurden Gasannahme und Zündungssteuerung eigens dafür abgestimmt. Es stehen die Modi Standard und Sport bereit, und das Stabilitätssystem erhielt eine eigene Traction-Einstellung. Vorn sitzen zweiteilige, perforierte Bremsscheiben aus der Konstruktion, die auch beim Nissan GT-R zum Einsatz kommt, und die Lenkung bekam eine reibungsärmere Zahnstange.

Den normalen Fairlady Z erkennt man am neu gestalteten vorderen Stoßfänger und dem zurückgekehrten Z-Emblem an der Front. Die neue Farbe Unryu Green ist eine Anspielung auf das Grand Prix Green des ursprünglichen S30, und die vergrößerten Einrohrdämpfer verfügen jetzt über eine um 26,6 % größere Kolbenfläche. Im Innenraum kam eine braun-beige Ausstattung hinzu, und beide Versionen erhielten kabelloses Laden nach Qi2-Standard mit magnetischer Telefonfixierung.

Dass der NISMO nun ein 6MT bekommt, verändert den Charakter des Angebots stärker als jede neue Farbe oder jeder neue Stoßfänger. Vor dem Facelift zwang die stärkste Werksversion des Z in Japan Käufer faktisch zum Automatikgetriebe, wenn sie die volle Leistung wollten. Jetzt ist es reine Geschmackssache — und für die drei Pedale verlangt Nissan keinen Aufpreis.

Zuvor hatte Nissan in Japan bereits Note und Aura für 2026 überarbeitet.

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