Chery wagt einen neuen Vorstoß nach Europa – diesmal unter der Marke Exlantix. Die Schwestermarke von Omoda, Jaecoo und Lepas soll in der ersten Jahreshälfte 2027 auf den Markt kommen. Der neue RX Concept gibt einen Vorgeschmack auf die Designrichtung der künftigen Modelle.
Exlantix positioniert sich als technologisch fortschrittlichste und avantgardistischste Marke von Chery. Das ist eine bemerkenswerte Ansage für den europäischen Markt, denn chinesische Autohersteller beschränken sich nicht mehr auf günstige Crossover, sondern streben in höhere Preisregionen. Sie zielen auf Käufer, die Wert auf Design, Komfort, Elektrifizierung und digitale Funktionen legen.
Der RX Concept ist kein Serienfahrzeug, aber er gibt den Ton für das nächste Jahrzehnt an. Das Exterieur stammt von Christos Pavlidis, einem ehemaligen Ferrari-Designer. Die neue Designsprache heißt Perpetua und betont fließende Proportionen, skulpturierte Flächen und eine saubere, dynamische Optik ohne überflüssigen Schnickschnack.

Zum Marktstart soll Exlantix die Modelle ES und ET anbieten. Beide kommen zunächst mit rein elektrischen Antrieben, später sollen Plug-in-Hybride folgen. Die Marke hat zudem den Shooting Brake ES GT vorgestellt, der das Angebot diversifizieren und über das typische SUV-lastige Portfolio hinausführen soll.
Für Chery ist Exlantix eine Chance zu beweisen, dass ein chinesisches Auto in Europa mehr sein kann als nur ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis – es kann auch ein begehrenswertes Imageprodukt sein. Der Erfolg von Omoda und Jaecoo hat dem Unternehmen das Selbstvertrauen gegeben, schnell zu expandieren. Die eigentliche Frage ist nun, ob europäische Käufer bereit sind, eine weitere chinesische Marke nicht als Neuling zu sehen, sondern als technologiegetriebene Alternative zu etablierten Premiumherstellern.