Spira: Dreirädriges Schaumstoff-Elektroauto auf Schienen

Spira: Dreirädriges Schaumstoff-Elektroauto auf Schienen
Скриншот Youtube
Autor: Vlad Komarov

Entdecken Sie den Spira, ein winziges dreirädriges Elektroauto aus Schaumstoff. Erfinder Matt Spears testet es auf verlassenen Bahngleisen – ein verrücktes Experiment, das zeigt, wie einfach Elektromobilität sein kann.

Wenn über Elektroautos gesprochen wird, stehen meist Reichweite, Ladeinfrastruktur und Software im Fokus. Doch ab und zu taucht ein Projekt auf, das aus einer völlig anderen Welt zu stammen scheint. Der Spira ist so ein Fall: ein winziger dreirädriger Elektrowagen mit einer Karosserie aus Schaumstoff. Sein Erfinder Matt Spears entschied sich, ihn nicht auf die Straße, sondern auf verlassene Bahngleise im Westen der USA zu schicken.

Der Spira hat mit einem typischen Auto wenig gemein. Er ist extrem leicht, erinnert eher an einen selbst gebauten Go-Kart und stellt die üblichen Erwartungen an ein Fahrzeug radikal in Frage. Kein Luxus, keine großen Displays, keine komplexe Elektronik – nur ein einfaches Konzept mit drei Rädern und einem Elektromotor mit rund 5 kW.

Die erste Ausfahrt auf den Schienen endete abrupt, als der Wagen auf ein Hindernis traf. Die Vorderachse wurde beschädigt, das Experiment war beendet. Statt die Idee aufzugeben, brachte Spears den Spira zurück in die Werkstatt und machte sich an die Arbeit. Er besorgte Teile eines Go-Karts, passte Räder an, optimierte das Fahrgestell und justierte die Bremsen.

Nach den Reparaturen ging es erneut auf die alten Gleise – diesmal mit deutlich mehr Selbstvertrauen. Der Spira bewältigte kaputte Abschnitte und unebene Stellen, und aus einer spielerischen Idee wurde nach und nach ein echtes, funktionierendes Experiment. Perfekt ist er nicht, und nach den Maßstäben eines Serienfahrzeugs ist er alles andere als sicher. Aber er lebt und ist wirklich faszinierend.

Dieses Projekt wird niemals in einem Autohaus stehen oder ein normales Elektroauto ersetzen. Sein Wert liegt woanders: Es erinnert daran, dass Elektromobilität nicht teuer, schwer oder vollgestopft mit Technik sein muss. Manchmal reichen ein leichter Motor, eine verrückte Idee, ein paar verlassene Gleise und eine Person, die einfach neugierig ist.