Der neue Lancia Gamma: Ein Crossover-Fastback für das Premiumsegment

Der neue Lancia Gamma: Ein Crossover-Fastback für das Premiumsegment
media.stellantis.com
Autor: Dmitry Yakin

Lancia enthüllt den neuen Gamma – einen Crossover-Fastback auf STLA-Medium-Plattform. Mit Hybrid und Elektroversionen, über 740 km Reichweite. Marktstart nach Sommer.

Lancia hat den neuen Gamma offiziell enthüllt. Es ist ein Modell, das die Marke wieder in die Schlagzeilen und in das europäische Premiumsegment führen soll. Es handelt sich nicht um eine Rückbesinnung auf die großen Lancia-Limousinen von einst. Stattdessen ist es ein Crossover-Fastback auf der STLA-Medium-Plattform, der in Italien designt und entwickelt wurde. Gebaut wird er im Stellantis-Werk Melfi.

Mit einer Länge von 4,67 Metern, 1,89 Metern Breite und 1,66 Metern Höhe liegt der Gamma am oberen Ende seines Segments. Die Karosserie zeigt eine abfallende Dachlinie, kurze Überhänge und eine Lichtsignatur, die an den neuen Ypsilon erinnert. Lancia setzt bewusst nicht auf Retro bei seinen einstigen Flaggschiffen. Der Gamma wirkt modern, mit italienischer Zurückhaltung und ohne übertriebene Aggressivität.

Die Motorenpalette ist breit. Als Einstieg gibt es einen Hybrid mit 145 PS und einer Reichweite von über 1.000 Kilometern. Das Angebot richtet sich an Käufer, die noch nicht voll auf Elektro umsteigen wollen, aber geringere Verbrauchs- und Unterhaltskosten anstreben.

Der eigentliche Fokus liegt auf den Elektroversionen. Lancia plant Varianten mit 230 PS und über 540 km Reichweite, eine 245-PS-Version mit mehr als 740 km Reichweite und ein Allrad-Topmodell mit 375 PS, das bis zu 675 Kilometer schafft. Sollten diese Werte in der Serie Bestand haben, könnte der Gamma nicht nur optisch, sondern auch in puncto Langstreckentauglichkeit überzeugen.

Auch die Produktion ist für Italien wichtig. Das Werk Melfi wurde in den letzten Jahren für Stellantis' elektrifizierte Modelle modernisiert. Der Gamma soll zeigen, dass Lancia nicht nur einen klangvollen Namen hat, sondern auch eine starke industrielle Basis. Das Modell bleibt nicht auf den Heimatmarkt beschränkt: Es kommt nach Europa, wo die Marke gegen starke deutsche und französische Wettbewerber bestehen muss. Die Bestellungen sollen nach dem Sommer starten.

Details zu Interieur, Infotainment, Assistenzsystemen und Preisen sind noch nicht bekannt. Die Richtung ist jedoch klar. Lancia plant ein Comeback auf Basis von Komfort, elektrischer Reichweite, italienischem Design und heimischer Produktion. Der Gamma muss keine Anhänger der alten Lancia-Modelle gewinnen. Seine Aufgabe ist schwieriger: Neue Käufer sollen überzeugt werden, dass die Marke in Europa wieder von Bedeutung ist.