Ford strebt an, bis 2030 90 % seiner Fahrzeuge (gemessen am Verkaufsvolumen) mit aktualisierten elektrischen Architekturen auszustatten. Diese Architekturen sollen die Grundlage für neue digitale Funktionen, eine eigene Benutzeroberfläche, Hardwarelösungen und fortschrittlichere Over-the-Air-Updates bilden.
Das Unternehmen erwartet, dass diese Grundlage eine schnellere Einführung der Software Ford Digital Experience und BlueCruise ermöglicht. Das Fahrerassistenzsystem wird bereits in den Modellreihen von Ford und Lincoln ausgebaut und soll schließlich auch beim Bronco, Ranger und Mustang Einzug halten.
In Europa ist BlueCruise bereits für den Ford Puma, den Ranger PHEV und den Kuga verfügbar. Nach der behördlichen Zulassung im Jahr 2023 wurde das System zunächst in Großbritannien in Betrieb genommen und später in 16 weiteren Märkten der Region zugelassen. Heute können Besitzer es auf über 84.000 Meilen (etwa 135.000 km) vorab kartierter Autobahnen nutzen.
Der Schlüssel liegt im Umstieg auf die FNV3.X-Architektur, die sowohl mit Verbrennern als auch mit Elektrofahrzeugen kompatibel ist. Fords kommender mittelgroßer Elektro-Pickup und Modelle auf Basis der Universal EV Platform erhalten häufigere OTA-Updates. Da die Software hausintern entwickelt wird, muss Ford nicht für jedes Update mehrere Zulieferer koordinieren. Das verschafft dem Unternehmen einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil bei den ab 2026 erscheinenden Neuwagen.