Der Ford Expedition 2026 sieht aus wie der Familien-Riese, den man kennt. Doch beim Allradantrieb wird es plötzlich kompliziert: In der Baureihe stecken gleich mehrere 4WD-Systeme, jedes fest an eine Ausstattung oder ein Paket gekoppelt — und sich zu vergreifen ist leichter, als man denkt.
Das Basis-System Intelligent 4WD ist beim Expedition XL, King Ranch und Platinum serienmäßig dabei. Beim Einstieg Active gibt es ihn als Option für 3.000 Dollar. Das System überwacht ständig Beschleunigung, Raddrehzahl, Lenkwinkel und Gaspedalstellung und schickt das Drehmoment dorthin, wo gerade Grip ist. Dazu kommt das Terrain Management System mit den Modi Normal, Sport, Tow/Haul, Slippery und Off-Road.
Wer dagegen regelmäßig einen Anhänger zieht, spielt in einer anderen Liga. Hier entscheidet das Heavy Duty Trailer Tow Package: Damit bekommt der SUV ein zweistufiges Verteilergetriebe mit automatischem 4WD-Modus und Neutral Towing — der Möglichkeit, den Expedition selbst im Leerlauf mit allen vier Rädern am Boden abzuschleppen.
Beim Active gibt es das Paket nur als Option und nur in Verbindung mit der 4WD-Version. Beim Tremor, Platinum und King Ranch ist es Serie. Für Leute, die wirklich schwere Anhänger oder Trailer ziehen, ist der Unterschied riesig: hohe Lasten, lange Strecken und Flat-Towing verlangen genau dieses Setup.
Der Expedition Tremor steht sowieso für sich. Eigenes 4×4-System, erweiterte Modusliste: Normal, Sport, Tow/Haul, Slippery, Off-Road und Rock Crawl. Letzterer ist exklusiv für den Tremor — und genau er macht aus einem großen Familien-SUV ein Auto, das auch dort nicht klein beigibt, wo bloße Bodenfreiheit und Allrad längst nicht mehr reichen.
Für 2026 bleibt Allradantrieb bei Platinum, Tremor und King Ranch alternativlos. Doch 2027 bringt Ford den Hinterradantrieb zurück — für Platinum Elite, King Ranch und Versionen mit dem Stealth Appearance Package.
Der Tremor bleibt dabei rein 4×4, während der Active weiterhin die Wahl zwischen RWD und 4WD lässt. Der Ford Expedition Active 2026 startet bei 62.700 Dollar, ohne Überführungs- und Zusatzkosten.
Allradantrieb ist beim Expedition kein Häkchen mehr auf der Preisliste. Je nach gewähltem System wird der SUV zu einem von drei völlig unterschiedlichen Autos: entspannter Autobahn-Cruiser für die Familie, ernsthafte Zugmaschine für schwere Anhänger oder Geländewagen, dem es egal ist, ob unter den Rädern Asphalt liegt.