In Spanien ist ein Hypercar angekommen, bei dem einem schon vor dem Anblick mulmig wird — nicht wegen der Optik, sondern wegen des Preisschilds. Koenigsegg Jesko Attack mit Chassisnummer 7388, mehr als 3,1 Millionen Dollar. Allein rund 650.000 Dollar davon gingen für Optionen und Individualisierung drauf. Ein Auto. Eine Wunschliste. Obendrauf der Preis einer Moskauer Wohnung.
Der Hauptdarsteller ist die komplett offene Carbonkarosserie in blauem Ton. Dazu kommen Draco-Red-Akzente in den Paketen Slipstream, Slingshot, Trails und Pebble Beach. Die Engelholm-Finnen dagegen sind nicht offen carbon, sondern in mattem Jet Black — und vor dem blauen Carbon wirken sie geradezu chirurgisch. Weiter geht’s: AirCore-Carbonräder, rote Bremssättel, Carbon-Spiegelgehäuse und hintere Lufteinlässe aus demselben Material.
Der Innenraum passt zum Konzept. Zweifarbiges Alcantara in Lingonberry und Night Sky, Rautensteppung, blaue Kontrastdetails, schwarze Aluminiumelemente. Nichts hier ist Zufall.
Unter all dem Styling steckt einer der bissigsten Koenigseggs überhaupt. 5,0-Liter-V8 mit zwei Turboladern, neungängiges Light Speed Transmission, bis zu 1.600 PS auf E85. Die Attack-Spezifikation ist für die Rennstrecke gebaut — mehr Abtrieb, schärfere Aerodynamik, weniger Kompromisse. Das ist kein Wochenend-Hypercar. Das ist ein Werkzeug.