Der Ferrari Luce hat noch nicht einmal seine ersten Kunden erreicht, da schreiben Tuner sein Bild schon um. Venuum Black hat Renderings vorgestellt, in denen der Neuling aus Maranello sichtbar dunkler, breiter und deutlich böser auftritt.
Schon der serienmäßige Luce fällt aus dem Rahmen alles bisher Dagewesenen bei Ferrari. Kein klassischer Mittelmotor-Supersportler, kein traditioneller V12-GT — sondern ein viertüriges, fünfsitziges Elektroauto auf einer eigenen Plattform. Vier Elektromotoren, aktives Fahrwerk, Allradlenkung und ein bewusst neues Design ohne Verbeugung vor der Vergangenheit. Genau das hat das Publikum gespalten: Die einen sehen einen mutigen Schritt nach vorn, die anderen einen zu höflichen Ferrari.
Venuum Black hat genau diesen Punkt getroffen. Die Karosserie wurde in mattem Schwarz lackiert, dazu kamen Karbonteile, ein tiefer Frontsplitter, größere Lufteinlässe, verbreiterte Radhäuser, Seitenschweller, schwarze Mehrspeichenfelgen und gelbe Bremssättel. Hinten — ein massiver fester Heckflügel, ein aggressiver Diffusor und ein abgedunkeltes Heck mit runden Rückleuchten.
Der Effekt ist nicht nur fürs Foto gedacht. Der Luce hat ein langes Dach, glatte Flächen und ungewöhnliche Proportionen — ohne Akzente wirkt das Auto viel zu wohlerzogen für einen Ferrari. Mit dem Bodykit ist er kein Designexperiment mehr, sondern ein teurer elektrischer GT, der auch optisch drücken will.
Ein Serienkit ist noch nicht bestätigt. Aber die Tatsache an sich ist wichtiger: Der Luce ist das neue Ziel der Tuning-Branche — und nach Venuum Black werden Novitec, Mansory und die anderen kaum lange schweigen.
Zur Erinnerung: Der Luce steht auf einer neuen Plattform. Jedes Rad hat seinen eigenen Elektromotor, die Motoren selbst werden in Maranello entwickelt und montiert. Im Range-Modus liefert das Auto 320 kW oder 430 PS und fährt mit Heckantrieb. Im Tour-Modus — bereits 460 kW, also 617 PS, mit Allradantrieb. Performance schiebt die Leistung auf 725 kW (986 PS) hoch, und Launch Control gibt die vollen 1050 PS frei. Von 0 auf 100 km/h vergehen 2,5 Sekunden, von 0 auf 200 km/h — 6,8 Sekunden.