Cadillac hebt die Lyriq-Preise so leise an, dass sich niemand beschweren wird

Cadillac hebt die Lyriq-Preise so leise an, dass sich niemand beschweren wird
cadillac.com
Autor: Dmitry Yakin

Cadillac hat ein seltenes Kunststück vollbracht: ein Preisaufschlag fürs Modelljahr 2027, den Käufer kaum bemerken. Dazu NACS-Anschluss und CarPlay, das GM anderswo abschafft.

Cadillac hat die Preise des Lyriq 2027 angehoben — und das könnte einer dieser seltenen Momente sein, in denen Käufer nicht einmal zusammenzucken. Die meisten Ausstattungen legen nur 200 Dollar zu, die heissen V-Series-Versionen lediglich 105 Dollar. Eine symbolische Geste, vor allem dann, wenn andere Marken ihre Elektroautos von einem Modelljahr zum nächsten um Tausende Dollar verteuern.

Der Basis-Lyriq Luxury mit Hinterradantrieb startet bei 61.195 Dollar. Allradantrieb kostet exakt 3.500 Dollar Aufpreis: Luxury AWD liegt bei 64.695 Dollar. Sport beginnt bei 61.695 Dollar, Premium Luxury bei 65.195, Premium Sport bei 65.695. Die teureren Signature Luxury und Signature Sport starten bei 69.795 und 70.295 Dollar.

An der Spitze der Baureihe stehen die brachialen V-Modelle. Der Lyriq-V mit Allrad kostet 80.495 Dollar, der Lyriq-V Premium klettert auf 85.695 Dollar. Alle Preise enthalten die Überführungspauschale von 1.795 Dollar.

Cadillac Lyriq 2027
© cadillac.com

Die Neuerungen beschränken sich nicht auf die Preise. Der Crossover bekommt einen serienmäßigen NACS-Ladeanschluss, neue Lackfarben und verliert sein Drehmoment-Emblem. Doch die eigentliche Schlagzeile liegt woanders. Cadillac hält störrisch an Apple CarPlay und Android Auto fest — kabelgebunden und kabellos. Und das ausgerechnet in dem Moment, in dem GM in seinen neuen Elektroautos demonstrativ auf das gewohnte Smartphone-Mirroring verzichtet und stattdessen auf ein eigenes, Google-basiertes System setzt.

Alle Lyriq stehen auf der GM-BEV3-Plattform. Die Leistung reicht von 365 PS in den Heckantriebsversionen bis zu donnernden 615 PS im Lyriq-V. Produziert wird im GM-Werk Spring Hill in Tennessee.

Das Ergebnis? Cadillac hat einen seltenen Trick vollbracht: Preise so behutsam erhöht, dass es kaum jemand bemerkt — und obendrein einen NACS-Anschluss sowie CarPlay mitgegeben, auf die einige GM-Geschwister bald verzichten müssen. Leise, aber clever.

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