Das Montageband im kanadischen Oakville ist zurück — und es nimmt spürbar Fahrt auf. Laut Fords Mai-Bericht 2026 liefen im Werk in einem einzigen Monat 37 Super-Duty-Pickups vom Band. Dazu kommen sechs Vorserienfahrzeuge aus dem April. Macht 43 Trucks in zwei Monaten, und das Tempo zieht klar an.
Früher baute Oakville den Ford Edge und den Lincoln Nautilus. Eigentlich wollte Ford beide durch zwei neue dreireihige Elektro-SUVs ersetzen — aber die Nachfrage nach E-Autos kühlte ab, und die Strategie kippte. Stattdessen wurde das Werk im Eiltempo auf den Super Duty umgerüstet. Oakville ist nun das dritte Werk weltweit, das das Modell baut — neben Kentucky und Ohio.
Offiziell schweigt Ford weiter darüber, wann die reguläre Kundenproduktion in Oakville anläuft. Die Ambitionen sind aber laut. Das Werk soll eine Jahreskapazität von 100 000 Trucks erreichen. Und ein Teil der in Kanada gebauten Pickups bleibt nicht im Land — sie gehen auch in die USA.
Vorerst rollen Benzin- und Dieselversionen des Super Duty vom Band. Später, mit der nächsten Modellgeneration, soll das Werk „vollständig flexibel“ werden — bereit für Fahrzeuge mit jeder Antriebsart, auch elektrifizierte. Ein vielsagendes Szenario. Ford stellt ein ganzes Werk binnen Monaten von einer Strategie auf die nächste um — und das wirkt wie die neue Normalität in der Autoindustrie.