Dreizylindermotoren galten lange als Kompromiss zugunsten des Spritverbrauchs — und sonst nichts. Doch moderne Technik hat alles auf den Kopf gestellt. Turboaufladung, Direkteinspritzung und präzise Abstimmung haben den „Dreitopf“ in eine ernstzunehmende Ingenieurleistung verwandelt — heute treiben diese Aggregate nicht nur Stadtflitzer an, sondern echte Sportwagen. Hier kommt die Liste der Dreizylinder, die ihre Klasse zweifelsfrei bewiesen haben.
Beginnen wir mit dem Honda S07A, einem 0,66-Liter-Aggregat. Es ist das Herz japanischer Kei-Cars: Honda S660, N-One und N-Box. Die Leistung ist bescheiden — rund 64 PS — doch deswegen wird dieser Motor nicht geliebt. Geliebt wird er für seine Einfachheit, Kompaktheit und die Art, wie er sich nahtlos in die strengen japanischen Kei-Car-Vorschriften einfügt.
Der BMW B38 mit 1,5 Litern Hubraum hat sich als deutlich vielseitiger erwiesen. Man findet ihn im 1er, 2er, 3er, X1, X2, MINI Cooper — und sogar im hybriden BMW i8. Schwachstellen gibt es trotzdem: Zündkomponenten, Verkokungen am Einlass, der Thermostat. Doch bei ordentlicher Wartung gilt dieser Motor als einer der gelungensten der gesamten Baureihe.
Und nun der echte Star des Massenmarkts — der Toyota G16E-GTS. Etwas mehr als 1,6 Liter, ein einziger Turbolader, drei Zylinder — und bis zu 300 PS direkt ab Werk im GR Corolla. Derselbe Motor steckt auch im GR Yaris. Und das Beste daran — er hat einen gewaltigen Tuning-Spielraum, den Tuner weltweit auf den Dragstrips längst bewiesen haben.
Doch die absolute Spitze ist der Koenigsegg TFG. Ein 2,0-Liter-Dreizylindermonster aus dem Hypercar Gemera, ausgerüstet mit zwei Turboladern und dem revolutionären nockenwellenlosen Freevalve-System. Die Leistung — bis zu 600 PS. Und das ist noch nicht alles. Das maximale Drehmoment von 600 Nm liegt bereits bei 2.000 Umdrehungen an und hält sich auf diesem Plateau bis 7.000 Umdrehungen — erst dann lässt es nach. Merken Sie sich den Namen: Tiny Friendly Giant. So nennen sie ihn in Schweden. Der kleine, freundliche Riese.
Zuvor wurde berichtet, dass der Toyota MR2 mit einem 2,0-Liter-Turbomotor zurückkehren könnte.