BMW geht den X1 richtig hart an — und ausgerechnet der schnelle M35i dürfte sich am stärksten verändern. Auf Erprobungsfahrten wurde ein getarnter Prototyp erwischt: vier Endrohre, eine völlig neue Front — und ein deutlicher Hinweis auf einen neuen Namen: X1 M40.
Das Update wird in der zweiten Jahreshälfte 2027 erwartet, das Auto springt damit gleich ins Modelljahr 2028. Optisch zieht BMW den Wagen in die neue Designsprache der Neuen Klasse: schmalere Niere, dünnere Scheinwerfer, eine vordere Schürze mit horizontalen Akzenten im Stil der neuen iX3 und i3. Die finalen Scheinwerfer, das verrate der Prototyp, sind noch nicht montiert.
Spannendstes Detail unten in der Front: aktive Klappen in den Lufteinlässen. Bei hohem Tempo schließen sie sich, um den Luftwiderstand zu senken — und öffnen sich erst dann, wenn Kühler, Bremsen oder Klimaanlage frische Luft brauchen. Hinten bleibt die Form der Leuchten weitgehend, das Grafikmuster ändert sich, und die untere Schürze wirkt aufgeräumter und schlanker.
Unter der Haube wird der bekannte 2,0-Liter-Turbo B48 erwartet. Der aktuelle nordamerikanische X1 M35i leistet 312 PS und schafft 97 km/h in 5,2 Sekunden. Für Euro 7 wird der Motor sehr wahrscheinlich überarbeitet, und ein 48-Volt-Mildhybrid könnte endlich auch hier landen — bei den schwächeren X1-Versionen liefert er bereits 19 PS und 55 Nm extra.
Die lauteste Neuigkeit kommt aus dem Innenraum. Das vertraute digitale Kombiinstrument verschwindet — an seine Stelle rücken Operating System X und Panoramic Vision, ein schwarzes Projektionsband, das sich fast über die ganze Breite am unteren Rand der Windschutzscheibe zieht. Der zentrale Touchscreen bleibt. iDrive-Controller und ein separates Fahrerdisplay aber sind offenbar Geschichte.
BMW frischt den X1 nicht einfach auf. Die Marke schreibt im Stillen die Regeln neu: Ideen aus den neuen Elektroautos wandern in einen Benzin-Crossover, der noch immer eines der zugänglichsten Einsteigertickets in die M-Performance-Welt ist. Und das, scheint es, ist erst der Anfang.