Chevrolet hätte den Silverado elektrifizieren können — und tat das genaue Gegenteil

Chevrolet hätte den Silverado elektrifizieren können — und tat das genaue Gegenteil
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Pavel Pavlov
Autor: Pavel Pavlov

Während die Konkurrenz auf Hybride und Elektronen setzt, verdoppelt Chevrolet den Einsatz auf Sauger-V8. Die Premiere des 2027er Silverado 1500 macht die Botschaft unüberhörbar.

Elektro-Pickups beherrschen die Schlagzeilen, und Chevrolet macht genau das Gegenteil. Die Marke hat den Silverado 1500 des Modelljahrs 2027 enthüllt — und im Mittelpunkt der Premiere stehen keine Kilowattstunden, sondern zwei brandneue Sauger-V8. Es ist ein frühes Debut: Design, Ausstattungslinie und ein Teil der Technik sind draußen, während Preise, exakte Motordaten und Verbrauchswerte erst später folgen. Die Absicht ist auch ohne Zahlen mehr als deutlich.

Chevrolet Silverado 1500
© chevrolet.com

Die Baureihe umfasst sieben Varianten: Work Truck, Custom, Custom Trail Boss, Silverado, Silverado Trail Boss, ZR2 und High Country. Das vertraute LT ist klammheimlich verschwunden — seinen Platz in der Mitte der Linie nimmt eine Ausstattung ein, die schlicht Silverado heißt. Eine Verbeugung vor dem alten GMT400 und den eckigen C/K 1500, bei denen „Silverado“ eine Ausstattungslinie war und nicht der Name des Trucks selbst. Bei jeder allradgetriebenen Version dieser Linie wird das Z71-Paket zum Standard: Offroad-Fahrwerk, Unterfahrschutz und Berganfahrhilfe — alles ab Werk an Bord.

Die eigentliche Schlagzeile steckt unter der Haube. Der 2,7-Liter-TurboMax und der 3,0-Liter-Duramax-Diesel bleiben im Programm, doch die Stars der Show sind zwei Sauger-V8 der nächsten Small-Block-Generation: 5,7 und 6,6 Liter Hubraum. Chevrolet nennt weder PS- noch Drehmomentwerte, verspricht aber bereits, dass der 6,6-Liter zum stärksten Saug-V8 seiner Klasse wird. Alle Motoren laufen jetzt über ein 10-Gang-Automatikgetriebe — auch das ist ein Signal. Während die Konkurrenz sich begeistert über Hybride und Elektrifizierung ausließ, verdoppelt Chevrolet den Einsatz auf die Klassik: Drehmoment, Anhängelast, ein V8 vor der Stirnwand. Ein Hybrid-Silverado soll irgendwo in Arbeit sein, aber darum geht es bei dieser Premiere nicht.

Chevrolet Silverado 1500
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Im Innenraum geht es dagegen in die andere Richtung — die Zahl der Displays grenzt fast an Unanständigkeit. Vor dem Fahrer thront ein 12,2-Zoll-Digitalkombi, daneben prangt ein 16,3-Zoll-Zentraldisplay. ZR2 und High Country bekommen zusätzlich einen eigenen 11,5-Zoll-Beifahrerbildschirm. In Summe, so Chevrolet, kommen die Topmodelle auf über 60 Zoll digitaler Fläche. Dazu gesellen sich das händefreie Super Cruise, zwei induktive Ladeflächen und die neue Mittelkonsole Multi-Flex mit flexibler Konfiguration. Alte Schule unter der Haube und maximaler High-Tech im Cockpit — Chevrolet scheint die Formel gefunden zu haben, die man noch lange fahren will.

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