Porsche hat gerade seine schönsten Stromer beerdigt, und es kümmert niemanden

Porsche hat gerade seine schönsten Stromer beerdigt, und es kümmert niemanden
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Dmitry Yakin
Autor: Dmitry Yakin

Sport Turismo und Cross Turismo sind in den USA Geschichte. Zwei Elektro-Kombis, ein Urteil — niemand wollte sie. Die Zahlen erzählen eine brutale Story.

Porsche hat gerade seine schönsten Elektroautos beerdigt. Leise, ohne Abschiedsreden, ohne Sondermodell zum Ausklang. Einfach — weg. Aus den USA verschwinden gleich zwei der ungewöhnlichsten Taycan-Varianten: Sport Turismo und Cross Turismo. Zwei Elektro-Kombis, zwei Vorstellungen davon, wie ein Luxus-Langheck aussehen könnte. Beide werden nicht gebraucht.

Die Information bestätigte Porsche. Der Sport Turismo war näher am klassischen Kombi — klare, gestreckte Silhouette, keine Kompromisse. Der Cross Turismo kam mit erhöhter Bodenfreiheit und schwarzer Kunststoffbeplankung, bereit für leichtes Gelände und verschneite Einfahrten irgendwo in Colorado. Jetzt existiert der Taycan in den USA nur noch als viertürige Limousine. Und der Grund ist schmerzhaft einfach — die Zahlen.

2023 verkaufte Porsche in den USA 7.530 Taycan. 2024 — nur noch 4.747. 2025 — 4.142. Und in den ersten drei Monaten von 2026 — gerade einmal 607 Fahrzeuge gegenüber 1.019 im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Ein Knockout. Für ein teures Elektromodell mit drei verschiedenen Karosserien sind solche Zahlen ein Todesurteil.

Die Taycan-Limousine bleibt in den USA vorerst im Programm. Das Einstiegsmodell für das aktuelle Modelljahr startet bei 111.900 Dollar. Der E-Motor leistet bis zu 402 PS, der Sprint auf 100 km/h gelingt mit Launch Control in 4,5 Sekunden. Weiter oben: Taycan 4 ab 116.000 Dollar, Taycan 4S ab 131.800 Dollar und schon 536 PS im Overboost.

Darüber wird es schneller und böser. Taycan GTS mit 690 PS, Turbo mit 871 PS, Turbo S mit 938 PS und das absolute Maximum — der Turbo GT mit 1.019 PS. Hundert in 2,1–2,2 Sekunden. Der Einstiegspreis der schnellsten Version beginnt bei 243.700 Dollar. Autos, die so beschleunigen, gibt es weltweit nicht viele. Aber Kombis werden nicht mehr darunter sein. Keine.

Und es ist nicht das erste Mal. Den Panamera Sport Turismo beerdigte Porsche bereits vor einigen Jahren — aus exakt demselben Grund. Der amerikanische Käufer wählt hartnäckig Crossover und SUVs, und das lange Dach bleibt eine Marotte der Liebhaber, mit der sich kein Geld verdienen lässt. Die Geschichte wiederholt sich, das Ende ist dasselbe.

Die Entscheidung wirkt besonders laut vor dem Hintergrund des frischen Debüts des Taycan-Modelljahrs 2027 — mit größerem Akku und einem neuen System simulierter Gangwechsel im Stil des Hyundai Ioniq 5 N. Die überarbeitete Limousine bekommt alles, worauf Fans lange gewartet haben. Die Kombis bekommen den Status „war einmal“. Eine schöne Idee, der der Markt keine Chance ließ.

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