Niemand hatte damit gerechnet, dass sich die Milan Fashion Week Uomo in eine Automesse verwandelt. Genau das ist aber passiert: Vom 19. bis 23. Juni steht im Innenhof des Senato Hotel Milano ein Fiat 500 Spiaggina — verwandelt in eine Installation. Das Projekt heißt Spiaggina Stripes, dahinter stehen Garage Italia und Mariaflora.
Die Werkstatt von Lapo Elkann und das Textilhaus wollten kein „weiteres Tuning“. Sie haben das Auto neu gedacht — als Designobjekt, fest verankert an einem konkreten Ort. Ausgangspunkt war das Senato Hotel selbst: sein unverkennbares Streifenmuster aus Weiß, Schwarz und Grün wurde auf die Karosserie übertragen, in einem freieren, dynamischeren Rhythmus. Das Ergebnis ist keine Folierung. Es ist die Architektur des Hotels, weitergeführt auf vier Rädern.
Die Lackierung von R-M Paint setzt bewusst auf das Spiel zwischen Glanz und Matt. Der Innenraum folgt derselben Logik: Outdoor-Stoffe von Mariaflora, handwerkliche Geflechtdetails von Bonacina 1889 und maritime Anleihen von Italdek. Jedes Element dient einer einzigen Idee — einer materiellen Identität.
Spiaggina Stripes liefert ein klares Argument. Customizing geht längst nicht mehr darum, alles „krasser“ zu machen. Manchmal erzählt ein Auto die Geschichte eines Ortes. Und ehrlich gesagt: Garage Italia macht das besser als so manches Architekturbüro.