So massiv kam China noch nie nach Goodwood — und das ist erst der Anfang

So massiv kam China noch nie nach Goodwood — und das ist erst der Anfang
denza.com
Vlad Komarov
Autor: Vlad Komarov

Die BYD Group rückt mit dem größten Stand der Festival-of-Speed-Geschichte an: acht Debüts von BYD, Denza und Yangwang, gekrönt vom 496 km/h schnellen U9 Xtreme.

So selbstbewusst ist noch nie ein chinesischer Konzern beim Festival of Speed aufgeschlagen. BYD hat das Goodwood Festival of Speed 2026 zur europäischen Hauptbühne des Jahres erklärt — und packt acht Premieren auf einen 2.016 Quadratmeter großen Stand, den größten in der 33-jährigen Geschichte der Veranstaltung. Vom 9. bis 12. Juli werfen die drei Marken der Gruppe alles in den Ring, was sie haben.

Die große Schlagzeile gehört der Premiummarke Denza. In Goodwood feiern das Denza Z Coupe und die trackorientierte Schwester Z Racing ihre Weltpremiere — zwei elektrische Sportwagen mit Drei-Motoren-Antrieb, einer angegebenen Höchstgeschwindigkeit von rund 350 km/h und einem kompletten Carbon-Aerokit auf der Racing-Version. Auch der Bao 5 gibt hier sein Europadebüt: ein SUV, gleichermaßen für Asphalt und ernsthaftes Gelände gebaut, mit einem 2,0-Liter-Benzin-Turbo und drei Elektromotoren.

Für den britischen Markt bringt Denza zwei weitere Modelle: den Z9GT und den D9 DM-i. Der eine deckt die sportliche Flanke ab, der andere das Chauffeur-Segment — sieben Sitze, Massagesessel in der zweiten Reihe mit 152-Grad-Neigung, bis zu 210 km elektrische WLTP-Reichweite und ein 353-PS-Dual-Motor-Antrieb. Keine Limousine, sondern ein Wohnzimmer auf Rädern.

Unter dem Label BYD treten der Dolphin G DM-i und der Pick-up Shark an. Der Dolphin G ist der einzige Plug-in-Hybrid in der Kleinwagenklasse, mit einer Gesamtreichweite von über 1.000 km. Der Shark hingegen liefert 435 PS Hybridleistung, sprintet in 5,7 Sekunden auf 100 km/h und zieht bis zu 2,5 Tonnen — und mit ihm beginnt BYDs europäische Pickup-Karriere.

Doch der eigentliche Höhepunkt steht ganz oben in der Modellpalette. Die Luxusmarke Yangwang rollt erstmals auf britischem Boden den U9 Xtreme aus — jenen Elektrosupersportwagen, der 496 km/h erreichte und den absoluten Geschwindigkeitsrekord für Serienfahrzeuge setzte. Daneben stehen die Limousine U7 mit ihrer e&sup4;-Vier-Motoren-Architektur und der U8L — ein viersitziger Luxus-SUV, der schwimmen kann. Wörtlich: Er schließt die Fenster, lässt die Räder drehen und durchquert Wasser.

Von Spar-Hybriden bis zu rekordbrechenden Elektroautos, alles an einem Stand, an einem Punkt der Welt. Diesen Juli sollte man sich notieren — die Chinesen sind nicht nach Goodwood gekommen, um zuzuschauen.

Aktuelle Beiträge