Ford hat gerade etwas patentiert, das Mieter ganz sicher nicht feiern werden. Der Konzern hat eine Anmeldung für eine Technologie eingereicht, mit der ein E-Auto-Besitzer sein Fahrzeug aus der Ferne “würgen” kann, bevor er es an einen Mieter übergibt. Und nein, es handelt sich noch nicht um eine Serienfunktion — Patentanmeldungen werden nicht zwangsläufig zu echten Produkten. Aber der Schritt selbst spricht Bände.
Die Idee ist einfach und ein wenig beunruhigend. Wer sein E-Auto vermietet, schaltet das Fahrzeug automatisch in einen speziellen Modus, der die verfügbare Leistung kappt. Die Grenzwerte legt der Besitzer im Voraus fest. Die Logik liegt auf der Hand — weniger Risiko, dass ein Fremder das Elektroauto zur Dragster-Spielwiese macht, den Antrieb überlastet oder den Wagen mit ruinierten Bremsen zurückbringt.
Reicht dem Mieter die gedrosselte Leistung nicht, kann er eine Freischaltung anfragen. Der Besitzer genehmigt sie aus der Ferne — oder verweigert sie. Ford denkt also nicht nur an einen “abgespeckten” Modus. Es geht um ein vollwertiges System zur Zugriffssteuerung — manche Funktionen offen, andere hinter einer zusätzlichen Freigabe verriegelt.
Und es ist nicht das erste Patent von Ford in diese Richtung. Der Konzern hatte bereits einen eigenen Modus zur Fahrzeugübergabe an einen anderen Fahrer beschrieben — mit eigenem Schlüssel, juristischen Dokumenten, Datenerfassung, Fotoaufnahmen und sogar einer Innenraum-Vorbereitung. Der Trend ist klar zu lesen. Das Auto ist nicht länger nur ein Verkehrsmittel, sondern wird zu einer digitalen Plattform mit abgestuften Zugriffsrechten. Den einen wird’s gefallen. Den anderen nicht. Aber Ford setzt offensichtlich auf dieses Szenario.