Jeep und Ram am Boden — und die Zahlen kennen keine Gnade

Jeep und Ram am Boden — und die Zahlen kennen keine Gnade
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Autor: Pavel Pavlov

Consumer Reports, J.D. Power und RepairPal sind sich einig: Wer Jeep oder Ram fährt, verbringt mehr Zeit beim Mechaniker als geplant.

Amerikas Stolze Jeep und Ram stehen wieder im Kreuzfeuer der Kritik — und diesmal gibt es nichts zurückzuschießen. Frische Berichte von Consumer Reports, J. D. Power und RepairPal kommen zum gleichen Urteil: Die ikonischen US-Marken bauen Autos, die öfter ausfallen, als es ihren Besitzern lieb ist. Das Image steht. Die Statistik nicht.

Laut Consumer Reports kratzen Jeep und Ram buchstäblich am Boden des prognostizierten Zuverlässigkeits-Rankings. Jeep — 28 von 100 Punkten. Ram — 26. Tiefer liegt nur Rivian mit 24 Punkten, und das auch nur, weil der kalifornische Newcomer noch lernt, Autos zu bauen. Besonders dramatisch versagen Jeep Grand Cherokee, Grand Cherokee PHEV und der überarbeitete Ram 1500 — beim Pickup zeigen sich nach dem Facelift offenkundig „Kinderkrankheiten“.

Die frische J. D. Power 2026 U. S. Vehicle Dependability Study — eine Untersuchung der Zuverlässigkeit nach drei Jahren Besitz — gibt Ram eine Verschnaufpause. Die Marke kommt auf 216 Probleme pro 100 Fahrzeuge gegenüber dem Branchendurchschnitt von 204. Unter dem Schnitt, aber erträglich. Jeep hingegen übertraf sich selbst: 267 Probleme pro 100 Fahrzeuge, Platz 25 von 29 Marken. Zum Vergleich: Spitzenreiter Lexus kam auf 151. Der Abstand ist fast doppelt so groß, und er spricht für sich.

RepairPal rehabilitiert Jeep teilweise: 3,5 von 5 Punkten reichen für Platz 15 unter 32 Marken. Ram landet mit seinen 3 von 5 auf Rang 23. Als schwerwiegend gelten 13% aller Jeep-Reparaturen gegenüber 15% bei Ram — kein dramatischer Unterschied, aber ein vielsagender. Der Geldbeutel bekommt es bei Ram härter zu spüren: 858 Dollar jährliche Wartungskosten gegenüber 634 Dollar bei Jeep.

Mit solchen Autos lässt sich leben — wenn man weiß, worauf man sich einlässt. Wrangler- und Ram-1500-Fans kennen den vertrauten Weg in die Werkstatt nur zu gut. Die eigentliche Frage lautet: Ist der Käufer bereit, für Image und Charakter mit regelmäßigen Übernachtungen beim Mechaniker zu zahlen?