Lamborghini grub einen 15 Jahre alten Namen aus und verpasste ihm eine Lackierung zum Streiten

Lamborghini grub einen 15 Jahre alten Namen aus und verpasste ihm eine Lackierung zum Streiten
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Pavel Pavlov
Autor: Pavel Pavlov

Der Temerario Tricolore lässt einen Namen von 2011 wiederaufleben, trägt eine Grafik in den Farben der italienischen Flagge und bekommt trotzdem keine Mehrleistung.

Lamborghini scheut sich nicht, für Gesprächsstoff zu sorgen: Nach fünfzehn Jahren kehrt der Name Tricolore zurück, zuletzt zu hören beim Gallardo LP 550–2 Tricolore im Jahr 2011. Die neue Interpretation feierte ihre Premiere beim The Quail während der Monterey Car Week, und die Lackierung spaltete die Zuschauer sofort. Hinter dem lauten Namen steckt jedoch keine eigenständige Sportversion, sondern ein Personalisierungsprojekt für den Temerario, entwickelt vom Centro Stile gemeinsam mit dem Programm Ad Personam.

Die eigentliche Geschichte ist hier nicht die Technik, sondern die Lackierung — und die ist bewusst provokant. Der untere Karosseriebereich ist in einem tiefen Blu Marinus Shiny gehalten, der obere in Weiß, Bianco Monocerus. Spiegel, Räder und einige weitere Elemente erhielten glänzendes Schwarz, Nero Noctis, die Bremssättel wurden rot lackiert, und auf der Motorhaube prangt eine Grafik in Grün, Weiß und Rot — den Farben der italienischen Flagge. Im Innenraum kombiniert sich schwarzes Nero-Ade-Leder mit roter Rosso-Alala-Naht und dem Schriftzug Tricolore auf den Türen.

Eine Mehrleistung sucht man dagegen vergeblich. Absolut keine. Wie der normale Temerario kombiniert der Wagen einen 4,0-Liter-V8-Biturbo mit drei Elektromotoren. Die Systemleistung liegt bei 920 PS, der Sprint auf 100 km/h dauert 2,7 Sekunden, und die angegebene Höchstgeschwindigkeit des Serien-Temerario erreicht 343 km/h. Der Verbrennungsmotor dreht bis 10.000 U/min — wohl die einzige Zahl hier, die technisch wirklich beeindruckt.

Genau darin liegt der entscheidende Unterschied zum üblichen Sondermodell mit aufgeladenem Motor oder verändertem Fahrwerk. Lamborghini nutzt den Wagen vor allem, um zu zeigen, was Ad Personam kann — das Individualisierungsprogramm, das 2026 sein 20-jähriges Bestehen feiert. Zuvor hatte das Unternehmen bereits zwei weitere Sonderausführungen des Temerario Ad Personam beim Goodwood Festival of Speed gezeigt.

Einen festen Preis für den Temerario Tricolore hat Lamborghini nicht genannt. Auch eine Stückzahl wurde nicht kommuniziert — weshalb es unkorrekt wäre, von einer limitierten Serie zu sprechen: Der Hersteller definiert das Fahrzeug ausdrücklich als bespoke configuration, also als individuelle Konfiguration.

Zuvor hatte Lamborghini erklärt, warum der Revuelto SV nicht auf der Nürburgring-Nordschleife an den Start geht.

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