Größer heißt nicht automatisch praktischer im Alltag. Das klingt nach einem Widerspruch, trifft aber genau den Punkt, an dem Käufer zwischen dem Mazda CX-60 und seinem großen Bruder, dem CX-80, ins Grübeln geraten. Der größere Crossover ist 250mm länger – 4.995mm gegenüber 4.745mm – und bietet gleich drei Sitzreihen. Doch sobald alle sieben Plätze belegt sind, schrumpft der Kofferraum auf bescheidene 258 Liter. Der fünfsitzige CX-60 wartet hinter der zweiten Reihe dagegen mit satten 570 Litern auf – fast das Doppelte.
Kein Wunder also, dass sich der Autor von Autoevolution nach Testfahrten mit beiden Modellen für den CX-60 entschied – für Familien, die die dritte Reihe höchstens alle Jubeljahre brauchen. Es gibt aber einen Haken: Klappt man die Rücksitze des CX-80 um, schrumpft der Unterschied fast auf null – offiziell nennt Mazda je nach Position der zweiten Reihe 566 bis 687 Liter. Die dritte Reihe frisst also nur dann Stauraum, wenn sie tatsächlich aufgestellt ist.
Technisch sind die beiden eng verwandt, aber keine eineiigen Zwillinge. Der europäische CX-60 ist mit Allradantrieb und einem 327 PS starken PHEV-System erhältlich, dazu mit einem Reihensechszylinder-Diesel mit 3,3 Litern Hubraum und 200 oder 254 PS. Beim CX-80 ist die Auswahl kleiner: entweder der 327-PS-PHEV oder der 254-PS-Diesel – beide serienmäßig mit Allradantrieb. Was der Große kann und der Kleine nicht: sechs oder sieben Personen gleichzeitig befördern.
Für lange Strecken empfiehlt sich der Diesel-CX-80: 254 PS, 550 Nm Drehmoment und ein offizieller WLTP-Verbrauch von nur 5,6 bis 5,7 l/100km. Der PHEV ist mit 327 PS kräftiger und schafft laut WLTP 60 bis 61km rein elektrisch. Ist die Batterie jedoch leer, klettert der Verbrauch auf 8,0 bis 8,1 l/100km – die Realität holt einen schnell wieder ein.
Die Wahl ist also einfacher, als sie zunächst scheint. Wer die sieben Sitze nur gelegentlich oder gar nicht braucht, bekommt mit dem kürzeren CX-60 nahezu denselben nutzbaren Raum und vergleichbare Technik – ohne die zusätzliche Länge. Der CX-80 rechtfertigt seine 250 zusätzlichen Millimeter nur dann wirklich, wenn die dritte Reihe auch regelmäßig genutzt wird und nicht monatelang zusammengeklappt bleibt.
Zuletzt räumte Mazda auch den CX-5 2025 aus den Lagern, um Platz für die nächste Generation zu machen.